Forsttechnik – Alles rund um die Forsttechnik


13. Januar 2010

Intelligente Schutzhose stoppt Kettensäge

Category: Entwicklung – Tags: , – admin – 09:50

Forscher des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen arbeiten mit Industriepartnern an der Entwicklung intelligenter Textilien. Ein Beispiel dafür ist Horst – eine intelligente Schutzhose, die Arbeiter mit Kettensägen vor allfälligen Verletzungen schützen kann. Kommt die Säge in die Nähe der Hose, wird sie automatisch abgeschaltet.

“Das System funktioniert ähnlich wie die Diebstahlschutzetiketten in Kaufhäusern. Wenn man das Kaufhaus mit den Etiketten verlässt, ertönt ein Warnsignal, weil Sensoren darauf reagieren”, erklärt der Koordinator für das Leitthema mobile Lösungen, Michael Lawo. “Bei Horst ist in der Hose das Empfangsteil integriert und in der Kettensäge der Sender.” Von Wichtigkeit sei zudem natürlich auch wie nahe die Säge an die Hose herankommen dürfe, damit sie noch rechtzeitig gestoppt werden kann.

Gratwanderung zwischen Nutzen und Behinderung

“Bei der Schutzhose Horst gibt es auch noch einen anderen Aspekt”, erklärt Lawo. “Die Hose darf die Arbeiter nicht in ihrer Arbeit beeinträchtigen, sollte aber dennoch Schutzwirkung haben.” Eine Lösung zeichne sich dabei auch in der Konzeption des Textilgewebes selbst ab. “Wir arbeiten an einem verbesserten Schnittschutz, der die Kette an der Vorderseite der Hose bremst.” In zwei Jahren soll ein funktionierender Prototyp fertiggestellt sein, erklärt Lawo.

Ein anderes Projekt, an dem die TZI-Forscher arbeiten, ist “Chronious” – ein intelligentes T-Shirt, das chronisch Kranken ein sicheres Leben zuhause ermöglichen soll. “Das Shirt übermittelt regelmäßig Daten zu einigen Körperfunktionen wie etwa Atmung, Temperatur oder Herztätigkeit und erinnert den Patienten daran, regelmäßig seine Medikamente einzunehmen”, so Lawo.

Absolute Zuverlässigkeit als Grundvoraussetzung

“Die Herausforderung zur Entwicklung solcher klugen Textilien ist groß”, meint Lawo. Neben der intelligenten Verarbeitung der Hochtechnologie, stelle die einfache Anwendung im täglichen Leben eine große Herausforderung dar. “Das Hemd muss vom Patienten Tag und Nacht getragen, aber täglich gewechselt werden”, so der Forscher. Das Aus- und Anziehen müsse so einfach wie möglich sein, ohne Leistungseinbußen.

“Nimmt der Patient nicht rechtzeitig seine Medikamente ein oder nicht genug Flüssigkeit zu sich, erhält er eine Warnung – etwa über eine drahtlose Verbindung zu einem digitalen Fernseher. Dieser tragbare IT-Assistent alarmiert bei Unregelmäßigkeiten sofort den Arzt über Internet oder Handy”, erklärt Lawo.

Keine Einschränkung des Tragekomforts

Alle Anwendungen der smarten Textilien haben gemeinsam, dass sie absolut zuverlässig sein müssen, um später in der Praxis tatsächlich zum Einsatz zu kommen. “Die Hardware ist dank fortschreitender Miniaturisierung kein Problem mehr. Eine Hürde ist aber die Stromversorgung”, erklärt Lawo. Auch hier dürfe der Anwender keine Einschränkung im Tragekomfort spüren.

Quelle: pressetext

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